Baum-Ohr

Winterzeit
kein frisches Buchengrün
deckt die Wunden der Stämme zu

Sturmerinnerung
eingeschrieben in die Rinde seines Lebens
beim Brechen des Astes
war kein Halten mehr

Vorbei
das freudige Wachsen
dem Süden entgegen
zum Licht
mit jedem Blatt
grünte das JA

Warum?
Warum jetzt?

Millimeter für Millimeter
die Bruchstelle umrundend
wächst langsam ein Schutzwall
markiert die Trauer
hütet die Verletzlichkeit
und die Fragen

Wandelt die Wunde
zu einem hörenden Ohr
hört Stille
hört Sehnsucht
hört durch den Sturm hindurch,
den Wiederkehrenden

Und tröstet
die Vorübergehenden

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